Das war Bialystok

Was jetzt schon der nächste Bericht? Ganz genau. Wir haben heute nämlich einiges erlebt und mussten unsere Reisepläne stark den gegebenen Schwierigkeiten anpassen.

Planmässig brunchten wir das letzte Mal im Hotel in Warschau. In Erwartung einer langen Zugfahrt nach Bialystok probierten wir nochmals alles reichlich vom Buffet. Die ersten zwei Stunden des Tages verbrachten wir hauptsächlich beim Zmorgen. Wie es sich dann herausstellte, war die Fahrt gar nicht so lange. Hunger war also sicher kein Thema.

Im Zug hat alles bestens geklappt. Das Velo war zwar etwas zu gross für den Velohaken, aber das kennen wir ja von zu Hause. Gepäck verstaut, Sitzplatz gefunden, und Billete abgestempelt. Die nächsten zwei Stunden vertrieben wir uns im Zug mit Jassen.

Ich habe übrigens gewonnen.

In Bialystok angekommen, wollten wir vor dem Hotelbezug noch abchecken, ob unsere Zugbillete nach Kaunas für den nächsten Tag auch ok sind. Es stellte sich heraus, dass sie es nicht sind. Es fahren keine Züge nach Littauen. So verbrachten wir die nächsten zwei Stunden am Bahnhof und schmiedeten neue Pläne. Dass unterdessen das Hotel angerufen hat und mitteilte, alle Zimmer seien besetzt und wir können nicht wie gebucht übernachten, kam underem Plan gerade recht.

So beschlossen wir, den Bus nach Kaunas noch in dieser Nacht zu nehmen (Abfahrt 23:45) und mussten uns dafür nebst neuen Billeten zu kaufen nur noch den Tag verbringen. Schade hat es begonnen, zu regnen, die Stadt wäre sicher noch schön gewesen.

Nach einem kurzen Abstecher in die Kathedrale und einenm Stadtrundgang (bei dem wir versehentlich zwei Mal die gleiche Strasse entlanggelaufen sind) verbrachten wir nun die nächsten zwei Stunden in einer Beiz bei Kaffee und Jasskarten. (Dieses Mal habe ich übrigens verloren.)

Dabei dachten wir immer wieder an unsere Fahrt. Es war nämlich ungewiss, ob sie mein Velo mitnähmten. Offiziell ist der Transport derselben nämlich nicht erlaubt.

Plan B

Notfallplan war, die Nacht alleine im Zelt zu verbringen, am Morgen mit irgenndeinem Zug ab Bialystok so weit wie möglich nach Norden zu fahren und von dort mit dem Velo nach Kaunas zu radeln. Martina hätte den Bus genommen und mich in Kaunas am Abend empfangen.

So viel zu denken gab Hunger. Also bestellten wir eine Pizza, die fast einen halben Meter durchmesser hatte (45 cm). So verbrachten wir die nächsten zwei Stunden mit essen.

Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir mit Jassen und Bier. Den Bus haben wir dabei nicht verpasst, hatten wir doch immer wieder das Szenario „Zelten“ überdenkt und optimiert. Dieser Umstand hatte uns den ganzen Tag schon ein ungutes Gefühl beschert.

Am Schluss kam der Bus pünktlich an, fuhr pünktlich ab und hatte zwei Schweizer an Board inkl. Rucksäcken, Taschen und Velo.

Nächster Halt: Kaunas (4:30 Uhr).

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